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Mein Name ist Susanna, ich bin 1967 geboren und lebe mit meinem Mann und vielen Tieren auf einem kleinen Stück Land im Weinviertel.

Ich habe eine Ausbildung als Sozialarbeiterin und auch lange in diesem Beruf gearbeitet, aber mein Traum war immer, mich selbst mit meinem Garten zu versorgen und meine Kreativität auszuleben. Dass ausgerechnet Wolle der Weg dazu ist, habe ich allerdings nicht gedacht.

 

Gestrickt habe ich schon als Kind. Als Mädchen meiner Generation lernte man das ja schon in der Schule, aber auch in meiner Familie wurde viel gehandarbeitet. Wir 4 Kinder wurden mit Selbstgenähtem und Selbstgestricktem eingekleidet, was wir durchaus zu schätzen wussten. Selbstgemachtes hatte immer auch etwas mit Qualität zu tun, meine Mutter legte viel Wert darauf, mit gutem Material zu arbeiten.

 

Filzen war etwas Neues für mich, das ich durch eine „Wollspende“ erst in späten Jahren kennen lernte. Irgendetwas Sinnvolles wollte ich mit der geschenkten Wolle machen und so besuchte ich einen Kurs bei der lieben Claudia Lehrner, wo meine erste gefilzte Tasche entstand, die ich heute noch verwende.

 

Heute mache ich beides, wobei Filzen eine größere Planung benötigt, mehr Platz, mehr Ruhe. Wenn ich beim Filzen ungeduldig bin, weiß ich, dass etwas nicht stimmt mit mir, meine Stimmung unruhig ist. Stricken passiert meist nebenbei, neben dem Fernsehen wachsen meine Tücher oder Pullover. Nichts mit meinen Händen zu tun, ist fast unmöglich.

 

Claudia habe ich auch die Freude am Spinnen zu verdanken, meiner 3. Tätigkeit mit Wolle. Meine selbstgesponnene Wolle, meist von heimischen Schafen, verwende ich auch in meinen Strickprojekten.

 

Das einzige, was mir jetzt noch fehlt, sind meine eigenen Schafe.

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